Lizenzordnung des RSC
Versionsstand: 16.06.2026
Der RSC Rheinbach fördert aktiv den Radrennsport gemäß seinem sportlichen „Entwicklungskonzept Lizenzsport“. Ziel des Konzeptes ist es, den Lizenzsportbereich schrittweise zu verbessern, Nachwuchs systematisch aufzubauen und das Lizenzsportteam in die bestehenden Vereinsstrukturen sinnvoll zu integrieren. Die Förderung des Lizenzsportteams erfolgt stufenweise und ist an eine aktive, verlässliche und dem Verein gegenüber verantwortungsbewusste Mitwirkung der teilnehmenden Sportlerinnen und Sportlern gekoppelt. Die wechselseitigen Rechte und Pflichten von Verein und Sportlerinnen und Sportlern sind in der "Lizenzordnung des RSC Rheinbach 84/02 e.V." geregelt. Du findest auf dieser Seite die jeweils aktuelle Version dieser Lizenzordnung. Setz Dir am besten direkt ein Lesezeichen! Hast du Fragen oder Anregungen? Du kannst gerne die Sportliche Leitung des Teams kontaktieren.
Aufnahme in das Lizenzteam
Jedes Vereinsmitglied kann sich um die Aufnahme in das geförderte Lizenzteam des RSC Rheinbach bewerben. Über die Aufnahme entscheidet die sportliche Leitung des Teams, zusammen mit dem Vorstand.
Kriterien für die Aufnahme sind: a) Mindestschwellenwerte (siehe nachfolgende Tabelle); b) Nachweis der Radbeherrschung; c) Fahren in der Gruppe; d) Teamfähigkeit.
Mindestschwellenwerte (FTP 60 Minuten) für die Aufnahme in das Lizenzteam
| U17/U19 | U23/Elite | Master 1 | Master 2 | Master 3 | Master 4 |
| keine | > 3,5 W/kg | > 3,4 W/kg | > 3,3 W/kg | > 3,1 W/kg | > 2,8 W/kg |
Für Sportlerinnen gilt als Ausgangswert in der U23/Elite Klasse ein Wert von 3,0 W/kg, für die Seniorinnenklassen analog abgestuft.
Stufe 1: Nachwuchsbereich (U17 – Aufbaugruppe)
Ziel:
- Heranführung an den Wettkampfsport
- Entwicklung von Trainingsstruktur und Teamverständnis
Leistungen des Vereins:
- Stellung bzw. Bezuschussung von Rennrädern (Carbonrahmen im Einstiegsbereich, Gruppe z. b. Shimano 105, einfache Trainingslaufräder) und Material
- Kostenlose Bereitstellung von Vereinsbekleidung (mind. ein Satz)
- Übernahme der Lizenzgebühren
- Übernahme von Startgeldern bei ausgewählten Rennen
- Organisation und Betreuung von Trainingsmaßnahmen und Trainingslagern
- Kostenübernahme/Zuschüsse bei Teilnahme an Trainingslagern
Verbindlichkeit des Sportlers:
- regelmäßige Teilnahme am Jugendtraining
- Teilnahme am Athletiktraining in den Wintermonaten
- Teilnahme an vereinbarten Wettkämpfen
- zuverlässige Kommunikation
Anmerkung: Bei den U17 Fahrern besteht keine feste Mindestanzahl an Rennen; der Fokus liegt auf der sportlichen Entwicklung.
Stufe 2: Aufbau-/Übergangsbereich (U19 / Amateureinstieg)
Ziel:
- Entwicklung hin zu eigenverantwortlichem Wettkampfsport
- Steigerung von Trainings- und Wettkampfintensität
Leistungen des Vereins:
- Bezuschussung von Wettkampfrädern und Material
- Übernahme der Lizenzgebühr
- anteilige Übernahme von Startgeldern bei ausgewählten Rennen
- Kostenlose Bereitstellung von Vereinsbekleidung
- ggf. Zuschüsse zu Trainingsmaßnahmen oder Trainingslagern
Verbindlichkeit des Sportlers:
- Teilnahme an mindestens 5 Rennen gemäß der Saisonplanung pro Saison
- regelmäßige Teilnahme am Vereinstraining (soweit schulisch/beruflich möglich)
- Teilnahme am Athletiktraining in den Wintermonaten
- mind. 1 Helfereinsatz bei Vereinsevents pro Jahr
- aktive und verlässliche Kommunikation
Stufe 3: Leistungsbereich (aktive Lizenzsportler U23/Elite/Masters)
Ziel:
- Repräsentation des Vereins im Wettkampfsport
- sportliche Weiterentwicklung und Ergebnisorientierung
Leistungen des Vereins:
- Übernahme der Lizenzgebühr
- Kostenlose Bereitstellung von Vereinsbekleidung (ein Satz)
- ggf. zusätzliche leistungsbezogene Förderung gemäß jährlicher Budgetplanung des Vereins
Verbindlichkeit des Sportlers
- Teilnahme an mindestens 6 Rennen gemäß der Saisonplanung pro Saison
- konsequentes Auftreten in offizieller Vereinskleidung
- mindestens 2 Helfereinsätze oder gleichwertiger Beitrag
- Teilnahme an Trainingsmaßnahmen (WKT-Gruppe) und Trainingsausfahrten
- Unterstützung beim Mentoring der Nachwuchsfahrer
- zuverlässige Kommunikation
Lizenzfahrer außerhalb der Vereinsmannschaft
Vereinsmitglieder haben auch weiterhin die Möglichkeit, über den Verein eine Lizenz zu lösen, ohne Teil der Lizenzmannschaft zu sein. Diese Sportler nehmen nach eigenem Ermessen am Wettkampfbetrieb teil und sind nicht Teil der Förderstruktur des Vereins.
Für diese Sportler gilt:
- es besteht kein Anspruch auf finanzielle oder materielle Unterstützung durch den Verein
- sämtliche im Zusammenhang mit dem Lizenzsport entstehenden Kosten (insbesondere Lizenzgebühren, Startgelder, Bekleidung, Ausstattung und Reisekosten) sind eigenständig zu tragen
- sie sind verpflichtet, bei Wettkämpfen im offiziellen Trikot des Vereins zu starten, sofern sie nicht für ein anderes Team oder eine Renngemeinschaft freigestellt sind.
Die o.a. Regelung gilt analog auch für Inhaber Funktionslizenzen (sportliche Leiter etc.), die nicht Teil des Lizenzteams sind bzw. an diesem nicht mitwirken.
Für Sportler, die eine Freistellung für ein anderes Team erhalten haben und im Wettkampfbetrieb für dieses Team starten, gilt:
- sie starten im Trikot des jeweiligen Teams
- sie sind von sämtlichen Förderleistungen des Vereins ausgeschlossen.
Für Sportler, die im Rahmen einer Renngemeinschaft starten, an der der RSC Rheinbach beteiligt ist, gelten gesonderte Regelungen. Diese werden projektspezifisch festgelegt und zwischen den beteiligten Partnern abgestimmt.
Saisonvereinbarung
Für Sportler der Stufen 2 und 3 wird vor Beginn jeder Saison eine disziplinspezifische Saisonvereinbarung getroffen (CX, Gravel, Strasse evtl. Bahn). Diese enthält insbesondere:
- geplante Wettkampfteilnahmen
- persönliche sportliche Zielsetzungen
- Trainingsbeteiligung
- geplante Beiträge zum Vereinsleben
Die Saisonvereinbarung dient als Grundlage für die Bewertung der Verbindlichkeit und die Gewährung von Förderleistungen.
Fördermodell und Bewertungssystem
Grundsatz: Die Förderung erfolgt nach dem Prinzip: „Engagement bestimmt Förderhöhe“
Zur objektiven Bewertung der Verbindlichkeit des einzelnen Sportlers gilt ein Punktesystem:
| Bereich | Leistung | Punkte |
| Wettkämpfe | Teilnahme pro Rennen gemäß der Saisonplanung | 10 |
| Ergebnis | Platzierung (pro TOP 3) | 25 |
| Ergebnis | Platzierung (pro Top 4-10) | 5 |
| Training | regelmäßige Teilnahme | Pauschal gesamt 15 |
| Helfereinsatz | Pro Veranstaltung | 10 |
| Nachwuchsarbeit | Coaching / Unterstützung | 15 |
| Kommunikation | zuverlässig | 10 |
Die Bewertungen werden durch die sportliche Leitung des Lizenzteams vorgenommen und nachvollziehbar dokumentiert.
Feststellung der Förderhöhe:
- ab 100 Punkte → volle Förderung
- 75-99 Punkte → 75 %
- 50-74 Punkte→ 50 %
- unter 50 Punkte → keine Förderung
Abweichungen können im Einzelfall durch die sportliche Leitung begründet berücksichtigt werden (z. B. Verletzung, berufliche Belastung).
Saisonplanung und verpflichtende Termine
Zur Sicherstellung einer abgestimmten Saisonplanung sind Sportler der Stufen 2 und 3 gehalten, an vereinsseitig angesetzten Planungsterminen teilzunehmen.
Hierzu zählen insbesondere:
- ein Termin zur Saisonplanung (in der Regel im September)
- ein (optionaler) Termin zur Überplanung (ggf. im Frühjahr des Folgejahres)
Die Termine dienen der:
- Abstimmung der Trainingsplanung (insbesondere Trainingslager)
- Abstimmung des Rennkalenders
- Festlegung von Saisonzielen (für Team und ggf. einzelne FahrerInnen)
Die Teilnahme ist Bestandteil der Verbindlichkeit und Voraussetzung für die Förderung. Bei Verhinderung aus wichtigem Grund ist die sportliche Leitung termingerecht zu informieren.
Verbindlichkeit und Kommunikation
Alle teilnehmenden Sportler stimmen einer Berichterstattung über Social-Media zu und sind verpflichtet zu:
- regelmäßiger Rückmeldung/Kurzberichterstattung über Wettkampfteilnahmen (Muster: welches Rennen?; Platzierung (Foto Ergebnisliste); 5 Zeilen Bericht; 1-2 Fotos; bei Teilnahme von mehreren Fahrern aus dem Team reicht ein Bericht)
Die sportliche Leitung stellt sicher, dass die Berichterstattung zeitnah und sachgerecht erfolgt
Die teilnehmenden SportlerInnen verpflichten sich frühzeitig mitzuteilen:
- Verletzungen
- längere (über 14 Tage) Trainings- oder Wettkampfausfälle
- Änderungen der persönlichen Saisonplanung aufgrund beruflicher/persönlicher Umstände.
Fehlende Kommunikation wird als mangelnde Verbindlichkeit gewertet.
Sonderregelungen
Individuelle Abweichungen von dieser Ordnung können im Einzelfall mit der sportlichen Leitung abgestimmt werden, insbesondere bei:
- schulischer oder beruflicher Belastung
- Studium oder Ausbildung
- Verletzungen
Besonderes Engagement kann zusätzlich honoriert werden, insbesondere durch:
- erweiterte Kostenübernahmen
- zusätzliche Ausstattung
- gezielte Unterstützung bei sportlichen Höhepunkten
Entscheidungen dazu trifft die sportliche Leitung zusammen mit dem Vorstand.
Zuständigkeit und Weiterentwicklung
Die Umsetzung dieser Ordnung erfolgt durch die sportliche Leitung, in Abstimmung mit dem Vorstand.
Die Förderung des Teams durch den Verein wird jährlich überprüft und kann bei Bedarf angepasst werden (Vereinsbudget, Sponsoringmittel).



