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Ex-Junioren-Weltmeisterin aus Kolumbien wechselt zum RSC Rheinbach

[8. Februar 2021, jgoettlicher] Laura Valentina Abril Restrepo, oder kurz Valentina Restrepo, wie sie selbst genannt werden möchte, wurde 2008 in Italien Mountainbike Junioren-Weltmeisterin und konnte insgesamt 11 nationale Meistertitel in Kolumbien verbuchen. Hinzu kommen Siege und Platzierungen bei den amerikanischen und südamerikanischen Meisterschaften. 2012 war sie in London Olympia-Teilnehmerin, wurde jedoch durch eine Handverletzung zur Aufgabe gezwungen.


Valentina Restrepo beim Weltcup in Mont-Saint-Anne 2019
Foto Armin Küstenbrück

Valentina ist in Le Cumbre bei Cali geboren und bei der alleinerziehenden Mutter, in sehr armen Verhältnissen aufgewachsen. Im Alter von sieben Jahren riet ein Arzt dazu Sport zu treiben. Drei Jahre später findet sie eine Familie, die sie unterstützt, sie zu Rennen fährt und dafür sorgt, dass sie genug zu essen hat. Sie wird vom kolumbianischen Nationaltrainer entdeckt und bis heute gefördert. Er unterstützte sie auch, als sie nach dem WM-Titel in Bogota das Bachelor-Studium der Psychologie aufnahm.
Das Studium zog sich in die Länge, da sie es mit dem Geld finanzieren musste, dass sie im Radsport verdiente. Nach sieben Jahren hatte sie den Bachelor in der Tasche. 2019 schloss sie in Italien ein „kleines“ Master-Studium zur Sport-Psychologin ab und betreut momentan mehrere Straßen-Profis in Kolumbien.

Sie lebt seit August 2019 mit ihrer Partnerin Estefania Ardila in Bonn. Ardila ist bei NDC (Nationally Determined Contributions) beschäftigt, dem Programm, das Unterzeichner-Staaten des Pariser Klima-Protokolls bei der Umsetzung der Klima-Ziele hilft.

Nun hat sie ihre sportliche Heimat beim RSC Rheinbach gefunden. Valentina, die auch kolumbianische Nationalfahrerin ist, wird für das Mountainbike Team „Team Merida Schulte“ mit dem der RSC Rheinbach seit Jahren kooperiert, an den Start gehen und vom Teamchef Klaus Dillmann, der auch RSC Mitglied ist, unterstützt.


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